Fazit. Pressemitteilung zum Elternkonsens 2017
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Elternkonsens 2017

Interdisziplinäre Zusammenarbeit im Familienkonflikt

Etwa jede zweite Ehe in Deutschland wird geschieden und in jeder zweiten von ihnen sind minderjährige Kinder betroffen –  die Verlierer im Trennungs- und Scheidungskonflikt. Bereits 2014 fand zu dieser Thematik erstmals in Naumburg eine Fachveranstaltung statt (Bundeskongress). Das Thema ist von besonderer Bedeutung für Jugendhilfe und Justiz sowie weitere Professionen und wird diese zunehmend beschäftigen. Deshalb wurde das Schwerpunktthema „Professionalität beginnt mit der Anerkennung der eigenen Grenzen“ gewählt, dem sich der 7. Bundeskongress „Elternkonsens“, der am 13. und 14. März 2017 in Naumburg stattfinden wird, widmet.

Ein Ziel ist es, regionale Modellprojekte in Sachsen-Anhalt aber auch bundesweit zu initiieren, welche die Eltern im Trennungsprozess begleiten (bei Bedarf multiprofessionell) und Handlungsleitlinien erarbeiten, die dazu beitragen, das Risiko einer Kindeswohlgefährdung zu minimieren und bestenfalls zu vermeiden. (Das Kind im Blick behalten!)

Der Prozess der Sensibilisierung der Fachkräfte aus Bereichen wie Bildungswesen, Justiz, Kinder- und Jugendhilfe, Medizin und Psychologie dauert schon mehr als ein Jahrzehnt an. Er erreichte mit dem Bundeskongress 2014 in Naumburg eine neue Qualität. In der Folge fanden – durch Kongress-Teilnehmer forciert – landesweit zahlreiche dezentrale Fachgespräche statt. Insbesondere kam das Thema in den regionalen Netzwerken Kinderschutz an. Es ist nach Auffassung der Naumburger Initiative (Familiengericht, Jugendamt, SINN = Systemisches Institut Naumburg, ev. Schulprojekt Naumburg, Gleichstellungsbeauftragte des Burgenlandkreises) und deren überregionale Partner, wie DKSB, Verein Anwalt des Kindes, Gesellschaft für systemische Forschung, Therapie, Supervision und Beratung, Deutsche Gesellschaft für systemische Pädagogik, BAG Kinderschutzzentren, jetzt an der Zeit, die Entwicklung seit 2014 in Sachsen-Anhalt und zu Vergleichszwecken im gesamten Bundesgebiet in einer wiederum zweitägigen Fachveranstaltung darzulegen und mögliche nächste (regionale) Schritte zu erörtern.

Dieser Kongress ist vorwiegend von hochmotivierten Fachkräften über ihre eigentlichen beruflichen Verpflichtungen hinaus auf den Weg gebracht worden. Sie haben wesentlich die Vorbereitung und inhaltliche Ausrichtung übernommen.

Der Kongress richtet sich an Mitglieder der am Familienrechtsstreit beteiligten Professionen und interessierten Personen.

Anerkennung Als Weiterbildung

  • Rechtsanwaltskammer Sachsen-Anhalt (RAK) gem. § 15 FAO (auf Antrag)
  • Ostdeutsche Psychotherapeutenkammer (OPK)  B 4 – 124/17 (mit 12 Punkten)
  • Landesinstitut für Schulqualität und Lehrerbildung Sachsen-Anhalt (LISA) Nr.: WT 2017-400-27
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