Prof. Dr. jur. Hildegund Sünderhauf-Kravets

– Studium der Politikwissenschaft und Philosophie an der Universität Konstanz

– Studium der Rechtswissenschaft an der Universität Konstanz; erstes jur. Staatsexamen   (1992)

– Referendariat in Konstanz und Berlin; zweites jur. Staatsexamen (1995)

– Wissenschaftliche Assistenz bei Prof. Dr. Ekkehart Stein, Rechtswissenschaftliche Dissertation in Konstanz   (1997)

– Rechtsanwältin im Bereich Familienrecht   (1997 – 2000)

– seit 10/2000 Professorin für Recht an der ev. FH Nürnberg im FB Sozialwesen

Arbeitsschwerpunkte:

  • Familienrecht „Wechselmodell“ (= alternierende Obhut = paritätische Doppelresidenz) d.h. abwechselnde Betreuung von Kindern nach Trennung/Scheidung durch beide Eltern
  • Recht der religiösen Kindererziehung
  • Betreuungsrecht
  • Kinder- und Jugendrecht im SGB VIII, insbesondere Reform der Amtsvormundschaft
  • Konfliktmanagement und Mediation

– Vorsitzende des Berufungsausschusses für eine Professur Recht

– Modulkoordinatorin: Modul 1.5 (Soz.Arb.): Recht I. und Modul 3.3 (Soz.Arb.): Recht II.

Veröffentlichungen:

  • 1997 Mediationsverfahren bei d. außergerichtlichen Lösung v. Umweltkonflikten in Deutschland
  • 2007 Handbuch des Kinder- und Jugendhilferechts
  • 2010 Aus dem „Fall Kevin“ lernen: Aktuelle Änderungen im Recht der Amtsvormundschaft
  • 2011 Adoptionsvermittlungsgesetz 2. Auflage
  • 2011 Gesetz über die religiöse Kindererziehung  2. Auflage
  • 2011 Unterstützung in spezifischen Lebenslagen, §§ 19-21 SGB VIII  2. Auflage
  • 6-7/2011 Fallzahlbingo: 30, 40 oder 50? Für wie viele  Mündel kann eine Amtsvormundin in persönlicher Verantwortung die Pflege und Erziehung fördern und gewährleisten??
  • 2011 Elterliche Sorge in Patchworkfamilien
  • 2013 Wechselmodell: Psychologie   –   Recht   –   Praxis Neuerscheinung
  • 2013 Vorurteile gegen das Wechselmodell: Was stimmt, was stimmt nicht?

– Vortrag:     11/2013   Forschungsergebnisse im Wechselmodell

Workshopinhalt:

Selbst wenn das Recht einen Rahmen aufzeigt und psychologische Forschung empirische Evidenz vermittelt, ist noch lange nicht klar, was im konkreten Einzelfall einer Trennungs-familie für das Kind / die Kinder und die Eltern das beste Betreuungsarrangement ist. Und selbst Eltern, die sich für eine Doppelresidenz entscheiden, sind oft unschlüssig, wie sie das konkret im Alltag umsetzen können.

Nach einem einführenden Vortrag der Referentin ist Zeit für Rückfragen, Erfahrungs-austausch, best-practice-Beispielen, Diskussion der Vor- und Nachteile des Wechsel-modells. Themen sind:

  • Voraussetzungen für ein Wechselmodell
  • Ausschlussgründe, die gegen ein Wechselmodell sprechen
  • Altersgerechter Wechselmodus
  • Inhalte des Betreuungsplans
  • Individuelle „Stressthemen“
  • Mitsprache der betroffenen Kinder
  • Aufteilung der Betreuungskosten und anderer kindbezogener Ausgaben